Methoden/Arbeitsweise

Mit der Tellington-Methode vom Boden aus
Mit dem Centered Riding beim Reiten

 

Mein Konzept folgt den Leitmotiven „Vertrauen statt Dominanz“ und „Klarheit durch Führung“

Flummi im Lernparcours: der Diamant verbessert Selbstbewußtsein und Balance

 
Zu den oben genannten Methoden bringe ich Ihnen Verhaltensregeln sowie einfache Tipps mit, um Sie auf einen modernen Stand der Dinge im Umgang mit Ihrem Partner Pferd zu bringen. Modern bedeutet für mich: das Pferd ist mein Partner und ich gehe so mit ihm um, dass es mich

Die manuelle Arbeit am Pferd durch den T-Touch ist nicht osteopathisch, es erfolgt kein Einrenken oder aktives Zurückführen von Gelenken. Die gewünschte Entspannung tritt über das beruhigte Nervensystem ein.
Dominanz des Menschen, Arbeit mit Strafen und Unterwürfigkeit des Pferdes sind überholt. Linda Tellington hat seit mehr als vierzig Jahren bewiesen, dass Arbeit auf Augenhöhe mit dem Pferd zur Förderung von Kooperation, Vertrauen, klarem Denken und Motivation durch gegenseitigen Respekt möglich ist. Warum also zu überholten Mustern zurückgehen?

Mein Training funktioniert über Lob, nicht über Strafe. Warum das so ist? Man hat festgestellt, dass Menschen wie Tiere deutlich schneller lernen (oder überhaupt nur lernen), wenn sie

  • erstens: ausreichend entspannt sind und
  • zweitens: durch positive Rückmeldung in ihrem Tun verstärkt werden.

 

Strafe dagegen erzielt nur einen geringen bis gar keinen Lerneffekt. Warum? Ganz einfach: die Tiere wissen nicht, was sie stattdessen tun sollen! Sie wissen nur: „das gibt Ärger“, was sogar dazu führen kann, dass das Tier den Stress antizipiert – Strafe wirkt dann kontraproduktiv - als „Verstärker“ für schlechtes Verhalten. Mit Lob dagegen zeige ich Tieren, was sie tun sollen – und was ich in Zukunft mehr und mehr von Ihnen erwarten darf. ☺

Zudem belegen neueste Studien, dass die Beziehung des Tieres zum Menschen nur zum Teil durch Rudel- oder Herdenverhalten erklärbar ist. Wie Tierpsychologen herausfanden, beruht ein bislang unterschätzter Teil der Beziehung Tier-Mensch auf dem „will to please“, dem Wunsch der meisten Tiere, uns zu gefallen. Wenn das Pferd uns gefallen, also kooperieren, möchte, nutzen wir einfach diesen unmittelbaren Aspekt der Verbindung zwischen uns und dem Pferd, ohne über den Dominanzgedanken des „Alphatieres“ gehen zu müssen. Die Veränderung in der Einstellung zum Pferd ist vielleicht nur geringfügig, glauben Sie, doch in ihrem Wesen eine völlig andere. Denn ich bin dann nicht mehr der Boss oder Chef, der kommandiert, sondern ein verlässlicher Anführer-Beschützer und kommunizierender Partner für das Pferd. Die Beziehung ähnelt dann mehr einem tanzenden Paar, bei dem ja auch einer führt (anstatt einem Kommandogeber und einem Befehlsempfänger).

Brenda beim Aufwärmen im Trab an der Hand

Wie definiert sich ein Pferdeführer (ohne Dominanz), also ein Partner für unser Pferd?
Er ist sowohl Entscheider als auch Beschützer. Er verdient sich Respekt und Vertrauen. Er besitzt Ruhe und größtmögliche Gelassenheit, kann aber auch „nein“ sagen.

Er muss stets wissen,

  • wo es lang geht und
  • wie schnell (Konzentration/Bewusstheit) und andererseits
  • trägt er die Verantwortung dafür, dass genau dies gut geht (Existenzsicherung).

Im Klartext: wir haben die Erlaubnis zum Bestimmen, aber auch die Pflicht und Verantwortung, das Pferd vor Gefahr zu beschützen. Der Verantwortliche hat immer beides zugleich! Dadurch sowie durch eine angemessene Kommunikation mit dem Pferd schafft man Vertrauen! Vertrauen als Grundlage für die Kooperationsbereitschaft des Pferdes und für all unser Handeln, gleich ob neben oder auf dem Pferd.

 

Welche Methoden oder Menschen haben mich beeinflusst?

Neben der Lektüre der alten Meister haben mich Pferdemenschen wie Manuel Jorge de Oliveira, Desmond O‘Brien, Bent Branderup, Monty Roberts, Frederic Pignon, Kenzie Dyslie, aber vor allem: Linda Tellington-Jones und Sally Swift beeinflusst.

Linda Tellington-Jones erkannte nach ihrem Studium bei Moshe Feldenkrais neue Behandlungsformen für das Pferd (Berührungen, sogenannte T-Touches, sowie kognitive Bodenarbeit) und verbindet sie mit einem energetisch-universellen Ansatz, der darum als besonders ganzheitliche Methode betrachtet werden kann. Das Wesentliche aus meiner Sicht ist ihr Vorgehen, erstens durch gezielte Entspannung eine Aufnahmefähigkeit für das Gehirn herzustellen (bestimmte Wellenfrequenzen, die Konzentration erst ermöglichen) und dies im zweiten Schritt für neue Bewegungsmuster und Lernerfahrungen zu nutzen. So findet hier nicht einfach nur Erziehung statt („mein Wille geschehe“), sondern eine essentielle Entwicklung und Förderung der geistigen, emotionalen und körperlichen Kapazitäten des Lebewesens, mit dem auf diese Weise gearbeitet wird. Weg vom Instinkt, hin zu überlegtem Denken.

Sally Swift begründete die Reitweise des Centered Riding. Nach der frühen Diagnose einer Skoliose erhielt sie schon im Kindesalter Unterricht, um ihr Körpergefühl zu schulen, und trainierte nach der Alexander-Technik. Ihre so erworbenen Kenntnisse übertrug sie auf das Reiten und entwickelte das Centered Riding. Die Methode verbessert die Balance des Reiters und schärft sein Bewusstsein beziehungsweise sein Gefühl fürs Reiten. Um das zu erreichen, werden mentale Bilder benutzt. Die Methode des Centered Riding besteht aus 4 Basics: den sanften Augen, der Atmung, der Balance und dem Zentrieren.